Tagung Medizinethik 2022

Angebote und Themen

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    Präkonferenz-Workshops - Vorträge – Poster – Workshops

    Tagungsinhalt

    Mediale Aspekte spielten im Programm der Jahrestagungen der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) immer wieder eine Rolle. Bei der kommenden Jahrestagung 2022 sollen sie jedoch erstmals den inhaltlichen Schwerpunkt bilden. Ziel wird es sein, die medialen Aspekte von Medizin- und Pflegeethik systematisch und eingehend zu beleuchten. Dabei soll es sowohl um die vielfältigen Erscheinungsformen von medizin- und pflegeethischen Themen in den Medien gehen, wie auch um die Auswahl und den Einsatz von Medien bei der Vermittlung medizin- und pflegeethischer Inhalte sowie um die kritische Analyse der dabei transportierten Inhalte. Dabei wird der Begriff „Medien“ von uns weit gefasst: Es geht um Spielfilme, TV-Serien und Fernsehdokumentationen, aber auch um Nachrichtensendungen und Talkshows, Zeitungen und Zeitschriften, Literatur und Comics, PC-Games und Social Media. Ein besonderes Augenmerk wird auf der aktiven Mitwirkung von Medizin- und Pflegeethiker:innen in den Medien liegen, z.B. als Interviewpartner:innen.

    Ethik in den Medien

    Medizin- und pflegeethische Themen spielen nicht nur im Alltag von Krankenhäusern, Pflegeheimen und der ambulanten Versorgung eine Rolle, sondern haben auch in den Medien ihren festen Platz. Viele Bürger:innen kommen – teilweise zum ersten Mal – durch TV-Beiträge, Zeitungsartikel und zunehmend auch über Social Media in Kontakt mit gesundheitsethischen Fragestellungen. Die Corona-Pandemie hat hier wesentlich dazu beigetragen, denn bis vor kurzem haben ethische Fragen des Gesundheitswesens meist nur für eine relativ kurze Zeit die mediale Öffentlichkeit erreicht (z. B. beim Thema Organspende), bevor sie durch andere, aktuelle gesellschaftspolitische Themen verdrängt wurden, um dann später irgendwann wieder (häufig durch einzelne spektakuläre Fälle) in die Schlagzeilen zurückzukehren. Die über viele Monate andauernde Pandemie hat jetzt den medizin- und pflegeethischen Fragen eine nie dagewesene Aufmerksamkeit beschert. Und zugleich lässt sich nüchtern anmerken: Der Umgang mit den Medien ist für viele Professionelle aus dem Bereich der Medizin- und Pflegeethik ein neues und auch nicht ganz unproblematisches Terrain.

    Ethiker:innen in den Medien

    Ebenso wie Expert:innen aus medizinischen Fachgebieten (wie Intensivmedizin und Virologie) lernen auch Medizin- und Pflegeethiker:innen nicht strukturiert den professionellen Umgang mit den Medien. Doch wer sich öffentlich äußert, muss Verantwortung übernehmen. Jedes Medium hat hier seine eigenen Gesetze: Ein medizin- und pflegeethisches Problem kann in einem 90-Sekunden-Interview für eine Nachrichtensendung nicht wie in einem Proseminar aufgearbeitet werden. Was aber sind genau diese „Formate“ der Medien? Wie gelingt es, medizin- und pflegeethische Themen angemessen und verständlich darzustellen? Und was erwarten Medienschaffende von den Vertreter:innen der Medizin- und Pflegeethik? Worauf gilt es zu achten? Welche Fallstricke ergeben sich? Lassen sich komplexe ethische Themen überhaupt in allen Formaten angemessen abbilden oder bedarf es zur Darlegung sensibler ethischer Problemkonstellationen bestimmter Rahmenbedingungen (wie einem Zeitkontingent), die nicht von allen Medien erfüllt werden (können)? Und welche normativ-ethischen Aspekte gilt es hierbei zu bedenken?

    Schwerpunkte der Jahrestagung

    Die Jahrestagung 2022 wird sich u.a. mit folgenden Themen beschäftigen:
    (1) Der Einsatz von Medien im Ethikunterricht und bei Fortbildungsveranstaltungen
    (2) Die Darstellung medizin- und pflegeethischer Themen in alten und neuen Medien
    (3) Die normativen Aspekte medizin- und pflegeethischer Themen in den Medien
    (4) Die aktive Mitwirkung von Medizin- und Pflegeethiker:innen als Fachleute in den Medien

    Nachwuchspreis für den besten Vortrag

    Auf der Jahrestagung wird ein Nachwuchspreis für den besten Vortrag zum Tagungsthema vergeben. Der Preis ist mit € 500,– dotiert und erfordert eine Bewerbung. Bewerber:innen dürfen nicht älter als 39 Jahre und noch nicht habilitiert sein. Liegt eine abgeschlossene Doktorarbeit vor, dürfen seit dem Promotionsdatum maximal 5 Jahre vergangen sein. Eine Verlängerung dieser Frist, z. B. aufgrund von Kindererziehung oder Berufstätigkeit außerhalb der Wissenschaft, kann auf Anfrage gewährt werden. Ein Preiskomitee wählt die/den Preisträger:in aus. Die Verleihung des Preises erfolgt am Freitag, den 30. September 2022 im Rahmen der Plenarsitzung.

    Kontakt

    Geschäftsstelle der Akademie für Ethik in der Medizin e. V.
    Humboldtallee 36
    D-37073 Göttingen
    Tel.: +49 (0)551 39 - 35344
    Fax: +49 (0)551 39 - 35342
    E-Mail: info@aem-online.de
    www.aem-online.de


    Zentrum für Ethik in der Medizin
    am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS
    Prof. Dr. Kurt W. Schmidt
    Wilhelm-Epstein-Str. 4
    D-60431 Frankfurt/M.
    Tel.: +49 (0)69 9533 - 2555
    Fax: +49 (0)6171 - 91 24 23
    E.Mail: kurt.schmidt@ekhn.de
    www.medizinethik-frankfurt.de


     

     

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